Das Programm der AfD – Abschnitt 25

Der Programmentwurf der AfD – Abschnitt 24

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Die Vorschläge sind erstaunlich dünn, es sind eher Zielsätze. Dafür ist dieser Teil weniger widersprüchlich als der vorherige. Aber große Wirtschaftskompetenz spricht auch aus diesem Teil nicht. (mehr …)

Das Programm der AfD – Abschnitt 23

Jetzt kommt also die Wirtschaftspartei – also die ehemalige Wirtschaftspartei. Von der angeblich vorhandenen Wirtschaftskompetenz ist nichts übrig. Und neoliberaler, regelloser Freihandel verträgt sich nicht mit nationalistischen Thesen. Aber das merkt die AfD nicht. (mehr …)

Fazit zum Kapitel 8 des AfD-Programmentwurfs

Das achte Kapitel behandelt zwei logischerweise zusammenhängenden Themen – Schule und Universitäten und ein in dem Teil überraschendes: Gender Mainstreaming. Also das, was die AfD dafür hält. Das gesamte Kapitel enthält inhaltlich keine Überraschungen, ist in seinem Grundtenor allerdings politisch reaktionär und menschlich zum Teil widerlich.

Die Forderungen zur Wissenschaft sind in sich widersprüchlich. Auf der einen Seite will die AfD unbedingt die Wissenschaftsfreiheit erhalten, aber gleichzeitig Universitäten vorschreiben, keine Gender Studies und ähnliche Dinge zu behandeln – weil die AfD das nicht für Wissenschaft hält. Dann wollen sie zurück zu den alten Studienabschlüssen und Hochschuleingangsprüfungen einführen. Daneben stehen noch ein paar hanebüchene Dinge zu Quoten, Drittmitteln und mal wieder zu Ideologien. Insgesamt scheint das Kapitel sehr von reaktionärer, aber wenig neoliberaler Ideologie und weniger von Sachkunde geprägt zu sein.

Im Abschnitt zum Schulsystem soll jede Entwicklung zu einer Einheitsschule, auch zu Gemeinschaftsschulen, blockiert werden. Inklusion wird abgelehnt, weil angeblich andere Schüler in ihren Fortschritten behindert werden, deshalb sollen Sonderschulen erhalten bleiben. Und dann kommt der große Gegner Frühsexualisierung und angebliche staatliche Umerziehungsmaßnahmen. Die AfD zeigt sich hier sehr unbeeindruckt von allen Erfahrungen und internationalen Vergleichen – ungeachtet sonstiger Forderungen zur Achtung internationaler Standards auch dort, wo es keine gibt.

Im folgenden, im Kapitel „Bildung“ doch eher überraschenden Teil zu „Gender Mainstreaming“ erschließt sich, dass die AfD nicht die mindeste Ahnung hat, was das eigentlich ist. Gender Studies, Gender Mainstreaming, „Gender Ideologie“ und irgendwie Feminismus scheint alles die gleiche Sauce zu sein. Die schmeckt der AfD nicht – die Logik dahinter ist nicht zu durchschauen und fehlt vollkommen. Hier herrscht ein klares Feindbild, das irgendwie bekämpft gehört. Geschlechter sind unterschiedlich, gehören aber gleich behandelt und am besten soll alles so bleiben, wie es 1950 war. So wirkt das jedenfalls.

Das Kapitel 8 ist insgesamt in jeglicher Hinsicht ein Tiefpunkt des Programms. Ich fürchte nur, es wird noch durch das nachfolgende Kapitel 9 übertroffen. Das lasse ich allerdings wegen mangelnder Sachkenntnis aus, ich hoffe aber, dass sich noch jemand findet, das zu bearbeiten…

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Das Programm der AfD – Abschnitt 22

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Die Widerlichkeit und das Feinddenken können immer noch zunehmen – jetzt hat der große Endgegner „Gender Mainstreaming“ endlich seinen großen Auftritt. Aber die AfD hat immer noch keine Ahnung, was das eigentlich ist. Und auch sonst ist dieses Kapitel eigentlich nur „Dagegen“.  (mehr …)

Das Programm der AfD – Abschnitt 21

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Jetzt geht es um Schule wieder soll es eine Rolle rückwärts geben. Dazu gibt es Feindbilder wie Muslime und Gender, Ausgrenzung von Behinderten und die Forderung nach Autoritarismus. (mehr …)

Das Programm der AfD – Abschnitt 20

Jetzt geht es weiter mit Wissenschaft und Forschung – in dem Kapitel geht es ein bisschen um Universitäten und viel um „Gender“ – man sieht mal wieder eindeutige Prioritäten. Viel soll zurück gedreht werden, neue Ideen sind mal wieder weitgehend Fehlanzeige. Dafür wird es gesellschaftlich reaktionär. (mehr …)

Fazit zu Kapitel 7 des AfD-Programmentwurfs

Das Kapitel „Kultur“ ist eines der eindeutigsten und gleichzeitig schwierigsten des Programmentwurfs. Eindeutig, weil es auf klaren Feindbildern beruht und nur sehr wenige Ideen und Zielvorstellungen enthält. Das gilt für eigentlich alle Unterkapitel. Es zeigt deutlich, dass alles Neue, alles Fremde für eine Bedrohung gehalten wird, die abgelehnt wird. Es tauchen andere Feindbilder aus vorigen Kapiteln auf, zum Beispiel die Medien und es werden neue Feindbilder aufgemacht.

Hinsichtlich der Quellen der „deutschen Kultur“ stellt sich für die AfD das Problem, dass Dinge, für die sie angeblich stehen will wie die Aufklärung gerade keine „deutsche Erfindung“ sind sondern importiert wurden. Und natürlich ist sich die AfD auch sicher, dass man die deutsche Kultur und Sprache mehr verbreiten muss, dass man in Unternehmen die Benutzung der deutschen Sprache vorschreiben muss und dass Theater (die sind sowieso Ländersache, aber was soll’s) mehr Deutsche Kultur spielen sollen. Ach, das verstößt gegen die Kunstfreiheit und man will sich doch an das Grundgesetz halten?

Gleichzeitig ist das Kapitel schwierig, weil es zu großen Teilen aus Analysen besteht, die nicht immer falsch, aber meist unvollständig sind. Welche Konasequenzen die AfD aus diesen Analysen ziehen will, soll wohl der Interpretation des Lesers überlassen bleiben. Das macht dieses Kapitel schwierig angreifbar und die Argumentation dagegen auch. Die AfD wird leicht sagen können, dass das doch gar nicht so gemeint sei und dass man sie leider vollkommen falsch versteht. In der öffentlichen Konfrontation wird es daher gerade hier darauf ankommen, dass man die AfD wird zwingen müssen,

Und dann ist da noch der große Teil zum Islam. Da kann man sich ja ungefähr denken, was das heißt. Die Überschriften sagen es bereits: Der Islam gehöre nicht zu Deutschland, er sei unvereinbar mit der FDGO, Islamkritik sei verboten, der Bau von Moscheen müsse verhindert werden und Minarette und Muezzinrufe gehören sowieso genauso wie Vollverschleierung verboten.

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Das Programm der AfD – Abschnitt 18

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Und jetzt kommt der Lieblingsfeind schlechthin, der Endgegner sozusagen: Der Islam. Das zeigt sich auch gleich daran, dass das Kapitel zum Islam 2,5 Seiten im Programm einnimmt.  Deshalb kommt hier nur der erste Teil.  (mehr …)

Das Programm der AfD – Abschnitt 16

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Und weiter geht es mit Kultur und der Rettung der deutschen Identität. Dabei kommen natürlich wieder die alten Feindbilder: politische Korrektheit und die Parteien.  (mehr …)