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Natürlich muss die AfD auch Umwelt- und Naturschutz machen. Warum? Auch damit kann man seinen Todfeinden eins mitgeben. 

13 NATUR‐ UND UMWELTSCHUTZ, LAND‐ UND FORSTWIRTSCHAFT
Wir stehen dafür, dass wir gegenüber nachfolgenden Generationen eine Verantwortung haben. Wir wollen eine intakte und vielfältige Natur erhalten. Eine gesunde Umwelt ist die Lebensgrundlage für alle Menschen und zukünftigen Generationen.

Und da wir ja wissen, dass CO² nicht schlimm ist, Kohleabbau nur minimal störende Löcher in der Landschaft hinterlässt und so ein feiner Ascheschleier ja eigentlich auch ganz hübsch ist, ist der AfD das Thema in allen anderen Programmteilen egal.

13.1 INTAKTE NATUR UND GESUNDE UMWELT
Die AfD steht für einen Umwelt‐ und Naturschutz, der den Menschen nicht als Fremdkörper und Störenfried betrachtet, sondern in ein umfassendes Handlungskonzept einbezieht. Wir lassen uns dabei von der Erkenntnis leiten, dass eine gesunde und artenreiche Umwelt die Lebensgrundlage für alle Menschen und zukünftige Generationen darstellt. Daher sind Vorkehrungen zu treffen, die Schutzgüter, wie Boden, Wasser, Luft, Landschaft, Tiere und Pflanzen, zu schützen. Schwerpunkte der Umweltpolitik der AfD sind deshalb u.a. Landschaftsverbrauch zu vermindern, die Schadstoffeinträge in Böden und Gewässer zu verringern und die Luftqualität zu verbessern. Auch ein effektiver Lärmschutz gehört dazu. Die AfD spricht sich, bis zur fundiert nachgewiesenen Unschädlichkeit für Mensch und Tier, ausdrücklich gegen den Einsatz des von der WHO als wahrscheinlich krebserzeugend eingestuften Glyphosat beim Pflanzenschutz aus.

Viele blumige Programmsätze und weil man auch mal was konkretes sagen muss, das Verbot von Glyphosat bis zum „fundiert nachgewiesenen Beweis der Unschädlichkeit“. Dass das naturwissenschaftlich praktisch unmöglich ist, ist auch erst mal egal.

13.2 UNKONTROLLIERTEN AUSBAU DER WINDENERGIE STOPPEN
Zum Schutz der Landschaft lehnen wir den unkontrollierten weiteren Ausbau der Windenergie ab. Windenergieanlagen sind nur an Standorten zuzulassen, an denen keine erheblichen Beeinträchtigungen für Mensch und Natur zu erwarten sind. Bei Standortentscheidungen sind die Bürger vor Ort maßgeblich einzubeziehen.

Es gibt keinen unkontrollierten Ausbau der Windenergie. Und Windenergieanlagen dürfen auch nicht dort gebaut werden, wo erhebliche Beeinträchtigungen für Menschen und Tiere zu erwarten sind. Das ist bereits geltendes Recht. Und Bürgerbeteiligung kann man ja auch mal fordern, kommt immer gut (außer bei Atomenergie!). Da wird sich schon der NIMBY-Effekt einstellen und diese erneuerbaren Energien werden verhindert.

13.3 TIERE SIND FÜHLENDE WESEN
Tiere sind Mitgeschöpfe und keine leblosen Gegenstände. Als fühlende Wesen haben sie ein Recht auf eine artgerechte Haltung im privaten wie kommerziellen Bereich. Dies sehen wir nur bedingt bei einer industriellen Massentierhaltung oder einer Haltung in Zirkussen gewahrt. Der Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung muss durch geeignete Maßnahmen weiter gesenkt werden. Tiere und tierische Produkte müssen frei von Antibiotika‐Rückständen sein.

Jetzt machen sie einen auf Öko. Nun ja. Warum? Kommt gleich:

13.4 SCHÄCHTEN: NICHT OHNE BETÄUBUNG
Die AfD lehnt das qualvolle betäubungslose Schächten von Tieren als unvereinbar mit dem Staatsziel Tierschutz ab. Sie befürwortet hingegen das auch von Muslimen und Juden akzeptierte Schächten mit vorheriger Elektrokurzzeitbetäubung und fordert, die darüberhinausgehende Ausnahmeregelung für Religionsgemeinschaften in Paragraph 4a (2) Absatz 2 des Tierschutzgesetzes zu streichen.

Tierschutz ist gut, wenn man den Moslems einen mitgeben kann. Ach, Juden praktizieren das auch? Egal, sollen sich nicht so haben, die Querulanten. Das Thema braucht natürlich einen eigenen Absatz.

13.5 GENTECHNIK IN DER LANDWIRTSCHAFT
Die faszinierende Welt der Gene scheint wie ein offenes Buch in den Händen der Wissenschaft zu liegen. Sie soll Krankheiten vermeiden und den Hunger in der Welt stillen, versprechen die Befürworter und doch müssen sie zugeben, dass die Gentechnik unkalkulierbare Risiken für Mensch, Flora und Fauna birgt. Die AfD öffnet sich für eine Erforschung der Gentechnik unter Sicherheitsauflagen, aber sie widerspricht jeglichem Einsatz, der über die Erforschung hinausgeht, solange Restrisiken bestehen.

Da es bei jeder Technologie Restrisiken gibt, die man vorher nicht kennen kann, ist die AfD also gegen Gentechnik, ohne es sagen zu wollen. Oder das ist Wortgeklingel und die AfD ist dafür.

Gentechnikgenehmigungen sind ausschließlich hoheitlich vom Bund zu erteilen.

Gemeint ist wohl, dass es keine europäischen Genehmigungen geben darf. Weil Europa böse ist. Und überhaupt. Andere als hoheitliche Genehmigungen, also eigentlich Zulassungen von Saatgut, gibt es nicht.

Gentechnisch veränderte Futter‐ und Lebensmittel sind zu kennzeichnen. Die Patentierung von genetischem Material und von Saatgut geht einher mit einem zunehmenden Konzentrationsprozess im kommerziellen Saatguthandel. Daher setzt sich die AfD dafür ein, die Abhängigkeit unserer Nahrungsmittelversorgung von wenigen multinationalen Großkonzernen zu verringern, die Saatgutvielfalt zu erhalten und damit auch die Biodiversität unserer Nahrungsmittel.

Schlimm ist nicht, dass es die Konzentration gibt, sondern dass es multinationale Konzerne sind, die unsere gute alte Saatgutvielfalt bedrohen. Wären es deutsche Konzerne… Sogar bei diesem Thema kann man also Nationalismus reinbringen.

13.6 LANDWIRTSCHAFT: MEHR WETTBEWERB. WENIGER SUBVENTIONEN
Die AfD tritt dafür ein, dass landwirtschaftliche Flächen der Nahrungsmittelproduktion dienen und nicht zunehmend für andere Zwecke herangezogen werden.

Was den schönen Nebeneffekt hat, dass diese blöden nachwachsenden Rohstoffe weg sind. Im Übrigen hat Deutschland eher eine höhere als eine zu niedrige Produktion an Nahrungsmitteln, man muss sich um Autonomie also keine Sorgen machen.

So lehnen wir jegliche Form der Bodenspekulation durch international tätige Konzerne und den vermehrten Anbau von Biomasse zur Energiegewinnung ab.

Bodenspekulation durch nationale Akteure hingegen ist vollkommen ok. Und weg mit diesen nachwachsenden Rohstoffen. Lieber Kohle und Öl importieren. Und Atomkraftwerke betreiben. Wenigstens ist die AfD hier konsistent.

Die AfD ist davon überzeugt, dass moderne bäuerliche Betriebe mit Verwurzelung in den Regionen am besten geeignet sind, umwelt‐ und marktgerecht zu produzieren. Anzustreben ist eine nachhaltige Erzeugung von gesunden, hochwertigen und rückstandsfreien Nahrungsmitteln sowie marktgerechte Preise von landwirtschaftlichen Produkten.

Die AfD will aber keine regulierenden Eingriffe in die Wirtschaft, weil Kommunismus und so. Und Subventionen auch nicht. Dafür aber internationalen Freihandel. Passt das zusammen? Nein.
Das Wording hier rückt sehr in die Nähe einer Blut und Boden Ideologie.

Auch hier fordern wir eine detaillierte Lebensmittelinformation und Herkunftskennzeichnung. Die per EU‐Richtlinien eingeschränkte Informationspflicht der Hersteller führen zu einer Irreführung der Verbraucher.

Lustig. Erst durch eine EU-Richtlinie kam es überhaupt zur Lebensmittelinformationen und Herkunftskennzeichnungen.

Dies kann mit unterschiedlichen landwirtschaftlichen Betriebsformen erreicht werden. Die AfD wird die Rahmenbedingungen für eine umweltgerecht produzierende mittelständische Landwirtschaft verbessern. Die EU‐Subventionen nach dem Gießkannenprinzip sowie bürokratische Überreglementierungen sind Schritt für Schritt zurückzufahren. Die Landwirte brauchen wieder mehr Entscheidungsfreiheit. Der Beruf des Landwirts muss wieder attraktiver werden.

Man macht den Beruf des Landwirts also attraktiver, wenn man gleichzeitig Subventionen abbaut und Freihandel durchsetzt. Dann wird es mehr mittelständische Landwirte geben. Ich muss die AfD enttäuschen: Dann wird es nur noch internationale Großkonzerne geben. Weil es wirtschaftlich nicht anders geht. Wieso soll sich die Economy of scale nicht auch in der Landwirtschaft durchsetzen?

13.7 FISCHEREI, FORST UND JAGD: NAH AN DER NATUR
Fischerei ist Kulturgut. Unsere Fischer sind beim Beseitigen von Wettbewerbsnachteilen zu unterstützen und an der Fangmengenfestlegung zu beteiligen. Die Bindung der Fangquote an den Kutter verhindert einen Generationswechsel in der Fischerei und macht Nachwuchsarbeit unmöglich. Daher ist diese Regelung abzuschaffen. Heimische Fischereiprodukte müssen auch überregional unterstützt werden.

Wollten sie nicht noch im vorigen Absatz Subventionen abbauen? Wieso sollte man ausgerechnet Fischer an der Fangmengenfestlegung beteiligen? Die sind sowieso schon viel zu hoch.

Wir lehnen es ab, die Stellnetzfischerei in Ostseeschutzgebieten zu verbieten und die Naturschutz‐Kernzonen auszuweiten.

Schlimmer Verdacht: wenn es keine Fische mehr gibt, gibt es auch keine Fischer mehr. Sollte man dran denken…

Die AfD setzt sich für eine naturgemäße Waldwirtschaft ein, die eine ganzheitliche Betrachtung des Waldes in seiner ökonomischen, ökologischen und sozialen Funktion zum Ziel hat. Die AfD bekennt sich zu den bewährten Grundsätzen der waidgerechten Hege und Jagd. Wir sehen Jäger als Naturschützer, deren Fachkenntnisse wieder stärker berücksichtigt werden müssen.

Und jetzt das genaue Gegenteil bei der Jagd. Wittert man da etwa eine potenzielle Wählergruppe?

13.8 FLÄCHENKONKURRENZ: NICHT ZU LASTEN DER LAND‐ UND FORSTWIRTSCHAFT
Bauvorhaben und der Ausbau der Infrastruktur gehen oft zu Lasten landwirtschaftlich produktiver Flächen. Äcker, Wiesen und Wälder erachten wir für besonders wertvoll. Naturschutzfachliche Ausgleichsmaßnahmen sind zu reduzieren und in aller Regel so zu gestalten, dass sie nicht zu Lasten land‐ und forstwirtschaftlicher Flächen gehen.

Bisher gibt es Gemeinden, Landwirtschaftliche Flächen und Wälder. Wenn man etwas bauen will, muss man entweder Ackerland bebauen oder Wälder abholzen. Will man beides nicht, wird eben nichts mehr gebaut.

Was denkst du?