Auf dem Weg geht es mal wieder durch Auckland durch und durch die ziemlich flache Gegend auf die Coromandel Halbinsel. Die präsentiert sich allerdings enttäuschend, das Wetter ist grau, wolkig und windig. So macht das keinen Spaß. Es gibt mal wieder ein paar Kauris, prinzipiell hätte es auch noch tolle Walks gegeben, aber nicht bei dem Wetter. Es gibt ja schließlich auch noch genug anderes zu sehen. Thames und Coromandel Town sind auch nicht begeisternd, da habe ich dann ein paar mehr Kilometer runtergerissen und bin gleich nach Tauranga gefahren (so ungefähr 260 km, eine der längsten Etappen). Auf dem Weg gab es ein paar Blicke, die gezeigt haben, wieso Coromandel wunderschön ist, aber das war es eher nicht. Dann wollte mein elektrischer Fensterheber (und alles andere was den Fensterhebern zu tun hatte) nicht mehr, das wurde dann unangenehm warm im Auto. Ein Mechaniker hat das mal eben gefixt, für umsonst. Die Kiwis sind halt eben nett…
In Tauranga wird am Mount Maunganui (ehemaliger Vulkan, was auch sonst) wohl illegal auf einem Parkplatz am Hafen übernachtet, hat aber wie üblich keinen gestört. Und es hat sich gelohnt, schnell vom Coromandel zu verschwinden, das Wetter ist super.
Dann geht es weiter nach Whakatane, angeblich die sonnenreichste Stadt Neuseelands. Da gibt es gleich drei ehemalige Pa, von denen man allerdings gar nichts mehr sieht. Auf dem Spaziergang wurde ich dann noch von einer Möwe angegriffen, deren Nest ich wohl zu nahe gekommen bin. Das erinnerte dann mal ausnahmsweise nicht an den Herrn der Ringe, sondern an „Die Vögel“. Ich durfte sogar an einem Parkplatz offiziell campen und in der Nacht schien die halbe Bevölkerung dahin zu kommen, eine Runde zu drehen und wieder weg zu fahren. Komische Menschen…
Dann gab es noch eine nützliche Anwendung der Charity Shops: mir ist der Knopf der Wanderhose gebrochen. Einen Tag vor dem Tongariro Crossing. Glücklicherweise gibt es da freundliche ältere Damen, die nicht nur Knöpfe haben, sondern die die einem auch gleich noch annähen…

Was denkst du?