Die Kapitel 4 (Außen- und Sicherheitspolitik) und 5 (Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik) behandle ich nicht, dokumentiere aber die Highlights aus den beiden Kapiteln.

Ziel muss es sein, internationale Krisenherde diplomatisch zu entschärfen, um humanitäre Katastrophen und den Verlust der Heimat von Bevölkerungsgruppen zu vermeiden, auch um unkontrollierten Wanderungsbewegungen in Richtung Europa entgegenzuwirken. Wir treten dafür ein, sich in innere Angelegenheiten anderer Staaten nicht einzumischen.

So ganz passt das, beispielsweise in Syrien, nicht zusammen.

Die AfD vertritt eine Außenpolitik, die verpflichtet ist, die außen‐ und sicherheitspolitischen, die wirtschaftlichen und kulturellen Interessen Deutschlands zu wahren.

Die kulturellen Interessen? Das deutsche Theater wird am Hindukusch verteidigt, Peter Handke mit der A400m nach Mali exportiert oder was?  Die Kulturbesessenheit treibt schon lustige Blüten.

Fluchtursachen in den Herkunftsländern müssen bekämpft werden, auch wenn dies für die westliche Wirtschaft nachteilig ist.

Was ist wichtiger als Wirtschaft? Menschen? Nö, der Schutz kultureller Identität und natürlich dass es zu keiner Einwanderung kommt.

Und jetzt: Arbeits- und Sozialpolitik. Es geht mal los mit deutscher Sprache:

Daher ist es dringend geboten, ein Arbeitsgesetzbuch zu schaffen, dass sowohl die Einzelgesetze systematisch zusammenführt als auch der überbordenden und uneinheitlichen Rechtsprechung eine Ende bereitet.

Da hat wohl jemand geschlampt, gleich zwei Fehler in einem Satz. Und naja, ob das Ziel so zu verwirklichen ist…

Mindestlohn beibehalten, weil:

Er schützt sie [Anm.: die Arbeitnehmer] auch vor dem durch die derzeitige Massenmigration zu erwartenden Lohndruck.

Nicht nur Kriminalität und kulturelle Probleme bringt der Ausländer, sondern auch noch Lohndruck. Dabei gibt es mit der AfD doch keine Massenmigration mehr… Was in der gesamten Argumentation fehlt: Gesellschaftliche Teilhabe und menschliche Würde. Das wäre für Mindestlohnempfänger ja doch zu viel verlangt.

Deutschland hat die niedrigste Geburtenrate in ganz Europa. Grund ist zum einen eine Zunahme der Kinderlosen, zum anderen ein Rückgang der Mehrkindfamilien.

No shit, Sherlock. Wenn es weniger Kinder gibt, gibt es weniger Kinder. Danke für die Erkenntnis.

 

 

Was denkst du?