Das Programm der AfD – Abschnitt 18

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Und jetzt kommt der Lieblingsfeind schlechthin, der Endgegner sozusagen: Der Islam. Das zeigt sich auch gleich daran, dass das Kapitel zum Islam 2,5 Seiten im Programm einnimmt.  Deshalb kommt hier nur der erste Teil.  (mehr …)

Das Programm der AfD – Abschnitt 17

Diesmal gibt es gleich zwei Lieblingsfeinde – der öffentlich-rechtliche Rundfunk und die Political Correctness. Es fällt auf: Wogegen man ist, ist ziemlich klar. Wie es statt dessen aussehen soll, nicht.  (mehr …)

Das Programm der AfD – Abschnitt 16

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Und weiter geht es mit Kultur und der Rettung der deutschen Identität. Dabei kommen natürlich wieder die alten Feindbilder: politische Korrektheit und die Parteien.  (mehr …)

Programmparteitag der AfD

Heute war bzw. ist Programmparteitag der AfD und ich habe ihn mir mal angesehen. Das Programm ist das eine, das andere ist, wie dieses zustande kommt und mit welchen Argumenten um Anträge debattiert wird. Allein das kann schon einigermaßen aufschlussreich sein. (mehr …)

Das Programm der AfD – Abschnitt 15

Und jetzt: Kulturgedöns. Dass die AfD einen gewissen Kulturfetisch pflegt, geht zwar aus dem Programm bisher nicht so sehr hervor, aber das hat Rudolf Neumaier in der Süddeutschen anhand der Landeswahlprogramme in Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg ganz schön herausgearbeitet.  (mehr …)

Fazit zu Kapitel 6 des AfD-Programmentwurfs

Das ist das erste Kapitel, das fast ohne klares Feindbild auskommt – wenn man von dem falsch verstandene Begriff „Gender Mainstreaming“ und dem „falschen Feminismus“ absieht. Das ist allerdings deutlich weniger ausgeprägt als in anderen Kapiteln. Dafür kommt eindeutiger Rassismus ins Spiel, wenn behauptet wird, Einwanderer seien weniger gebildet und das läge an den Einwanderern. Und es kommt die Forderung nach einem „Heim ins Reich“-Programm. Hatten wir ja auch schon länger nicht mehr.

Aus dem Kapitel spricht insgesamt eine tiefe Unzufriedenheit mit den Zuständen in der heutigen Gesellschaft, die Analyse der Ursachen ist zumindest teilweise nicht falsch, so lange es um die Arbeitswelt geht. Wenn es um die Rolle von Frauen, das Bild von Beziehungen und das Familienbild geht, entsteht der Eindruck, dass die Vorstellung einer Welt wie in den 50er Jahren (wie sie im ersten Kapitel gefordert wird) herrscht und dass man gerne wieder zu derartigen Vorstellungen zurückkehren würde.

Allein, die Vorstellungen, wie das gehen sollte, sind gelinde gesagt reichlich unklar. Viel mehr als die finanzielle Förderung der „Richtigen“ fällt nicht als Lösung ein. Was genau die „Richtigen“ sein sollen, ist aber auch nicht so klar. So sollen einerseits traditionelle Familien gefördert werden, andererseits aber Alleinerziehende vor Armut geschützt und nicht benachteiligt werden sollen.
In die gleiche Kategorie der Logik schlägt die Forderung, dass Rentner länger arbeiten müssen, aber auch zur Kinderbetreuung in den Familien herangezogen werden sollen – über beides kann man diskutieren, aber nicht gleichzeitig.

Der nächste grundsätzliche Widerspruch findet sich in der Kritik eines zu eingreifenden Staates im ersten Kapitel, der auf seine Kernaufgaben reduziert werden soll und notwendigen starken Eingriffen, um die Gesellschaft zu ändern und die Arbeitswelt familienfreundlicher zu gestalten. Diese Eingriffe müssten so tief gehen, dass sich die Frage nach der Verfassungsmäßigkeit aufdrängt.

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Das Programm der AfD – Abschnitt 14

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Hier kommen zwei Teile im Programm, bei denen die AfD gegenüber dem „geleakten“ Entwurf wohl massiv Kreide gefressen hat. Insbesondere der erste Teil macht stark den Eindruck, dass die AfD nicht so wirklich weiß, was sie eigentlich will. Alleinerziehende jedenfalls nicht (das wollen viele Alleinerziehende auch nicht…). (mehr …)

Der Programmentwurf der AfD – Inhaltsverzeichnis

Ich lese und kommentiere mich gerade durch den Programmentwurf der AfD, jedenfalls durch die Teile, von denen ich selbst etwas zu verstehen meine. Das kommentiere ich dann anhand des Originaltextes. Das geschieht in Abschnitten, die aber nicht deckungsgleich mit den Kapiteln und Unterkapiteln des Entwurfs sind – dafür ist deren Länge und die Intensität meiner Anmerkungen zu unterschiedlich.

Hier gibt es deshalb eine Inhaltsangabe, die auf die jeweiligen Abschnitte verlinkt. (mehr …)

Das Programm der AfD – Abschnitt 13

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Weiter geht es mit den Einbildungen der AfD – die Diskriminierung der Vollzeitmütter. Worin die bestehen soll, außer dass sie nicht fürs Muttersein bezahlt werden, bleibt unklar. Das erklärt aber auch, warum der Großteil des Kapitels nichts mit Vollzeitmüttern zu tun hat.

6.5 DISKRIMINIERUNG DER VOLLZEIT‐MÜTTER STOPPEN
Den Bedürfnissen unserer Kinder nach individueller Betreuung muss wieder Rechnung getragen werden. Eltern kleiner Kinder ist dafür der gesellschaftliche, finanzielle und arbeitsmarktliche Druck zur doppelten Berufstätigkeit zu nehmen. Wir brauchen eine tatsächliche Wahlfreiheit ohne eine Diskriminierung elterlicher Betreuung.

Will die AfD eine Art „Muttergeld“ einführen, also Sozialleistungen die während der Betreuung von Kindern gezahlt werden, bis sie zur Schule gehen? Oder will sie gar ein Bedingungsloses Grundeinkommen? Man weiß es nicht, weil da nicht mehr kommt außer dieser sehr unkonkreten Aussage.

Die aktuelle Familienpolitik in Deutschland wird bestimmt durch das politische Leitbild der voll erwerbstätigen Frau, so dass die Anzahl außerfamiliär betreuter Kleinkinder stetig ansteigt. Die sichere Bindung an eine verlässliche Bezugsperson ist aber die Voraussetzung für eine gesunde psychische Entwicklung kleiner Kinder und bildet die Grundlage für spätere Bildung und Beziehungsfähigkeit. Die AfD fordert daher, dass bei unter Dreijährigen eine Betreuung, die Bindung ermöglicht, im Vordergrund steht. Die Krippenbetreuung darf nicht einseitig staatlich bevorzugt werden.

Inwieweit eine Krippenbetreuung, die unter Umständen gar nicht so wenig Geld kostet, einseitig staatlich bevorzugt wird, ist ein Rätsel. Höhere Löhne wären ja tatsächlich auch schön aus verschiedenen Gründen, aber staatlich verordnen kann man die nicht. Im Übrigen fordert die AfD nur eine Beibehaltung des Mindestlohns, nicht aber dessen Anhebung.

Eine tatsächliche Wahlfreiheit schließt elterliche und familiennahe Betreuung durch Großeltern, Kinderfrauen und Tagesmütter mit ein, wobei alle Betreuungsformen finanziell realisierbar sein müssen.

Eine Betreuung durch Großeltern wird umso schwieriger, je länger diese arbeiten müssen. Und gerade das fordert die AfD im Kapitel vorher. Inwieweit Kinderfrauen oder Tagesmütter (die in etwa genauso gefördert werden wie Krippen) ein wirklicher Vorteil gegenüber Krippen sein sollen, müsste mir auch jemand erklären. Umso mehr als das ganze unter dem Titel „Vollzeitmütter“ steht.

Die Qualität in Krippen muss sich insbesondere hinsichtlich des Betreuungsschlüssels an international geforderten Standards orientieren. Berufstätigkeit soll Eltern nicht anhaltend überlasten oder zu Gewissenskonflikten führen. Familie und Beruf sind nur vereinbar, wenn junge Eltern ausreichend Zeit haben, um ihrer Elternrolle und ihrer Erziehungspflicht gerecht zu werden. Daher hält die AfD ein Umdenken in der Arbeitswelt für förderlich. Weder familienbedingte Erwerbspausen noch Teilzeitarbeit sollten sich negativ auf den beruflichen Status und die weitere berufliche Entwicklung auswirken.

Das ist eine so neue Forderung, dass sie einen Bart wie der Prophet hat. Schön, dass sie auch noch windelweich formuliert ist. Sie widerspricht allerdings dem ansonsten propagierten Menschenbild, in dem der Mensch der Wirtschaft zu dienen hat und ansonsten eigentlich nicht vorkommt. Einen schönen Blick in die tatsächliche Arbeitswelt wirft Silke Hoock in der Zeit.

Am Anfang fordert die AfD übrigens noch einen Rückzug des Staates aus allem, was nicht Kernaufgaben sind. Solche sozial- und gesellschaftsgestaltenden Aufgaben gehören für die AfD nicht zu den Kernaufgaben, sondern zu den eher überflüssigen Dingen. Hier ruft die AfD allerdings wieder nach dem Staat, denn bloße Appelle werden nichts ändern.

Das Programm der AfD – Abschnitt 12

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Jetzt kommt die … äh Lösung für alle Probleme: Geld. Und Geld. Dazu kommt noch: Geld. Sonst noch was? Doch, länger arbeiten. Irgendwer muss ja auch das Geld verdienen.

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