Als Jurist hat man ja mit empirischer Sozialforschung, nun ja, eher wenig zu tun. Aber wenn man sich ein paar Befunde der neuen Pegida-Studie vom Pegida-Oberversteher Patzelt anschaut, ist es sogar für mich ziemlich offenkundig, dass man mit den Ergebnissen nichts anfangen kann. Das liegt nicht mal an den Fragen, sondern an der Erhebung selbst.
Da haben 43% derjenigen, die die Befragung durchgeführt haben, schon bei der Befragung selektiert, wen sie ansprechen und bei wem das vermutlich keine so gute Idee ist. Die Vermutung dürfte plausibel sein, dass das vorwiegend Personen sein dürften die „ihrer äußeren Erscheinung nach dem rechten Spektrum zuzurechnen sind“ (man könnte sie auch Nazis nennen, aber ich mag Euphemismen).
Von denjenigen, die also vielleicht nicht ganz so offenkundig ihre politische Einstellung nach außen trugen, haben sage und schreibe 2/3 sich geweigert, an der Befragung teilzunehmen. Auch hier ist die Vermutung nicht ganz abwegig, dass es nicht die ganz normalen Bürger mit (für Pegida) gemäßigten Einstellungen gewesen sein dürften, die die Antwort verweigert haben.
Und von den dem 1/3, das doch geantwortet hat, sind 19% Rechtsextreme. Was das noch über die Einstellung der Gesamtzahl der Teilnehmer aussagen kann?
Nichts, rein gar nichts.

Sieht auch das Sprachlos-Blog so.

Was denkst du?