Auf nach Auckland (jedenfalls fast).
Die erste Station wird Whangarei, im Rückblick der angenehmste Ort bei starker Konkurrenz. Dort gibt es „Kiwi North“, keine Obstplantage, sondern eine Kiwi-Aufzuchstation, Heimatmuseum und Sammlung von allem möglichem Altem, jedenfalls für neuseeländische Verhältnisse.
Kiwis werden von ihren Eltern nicht versorgt, sondern müssen sich ab dem ersten Tag selbständig durch das Leben schlagen und sind erst mit vier Jahren erwachsen. Die ersten vier Jahren verbringen jeweils zwei immer dort in einer Halle mit künstlichem Wald und man kann sie sehen. Jedenfalls dann, wenn sie sich nicht in ihren Höhlen verkrochen haben, was sie aber recht häufig tun, weil junge Kiwis noch recht viel schlafen. Dann gibt es dort noch eine Ausstellung zum ersten Weltkrieg und einen Museumsdirektor, mit dem man sehr interessante Gespräche über die Wahrnehmung von Geschichte in verschiedenen Ländern und das Weltgeschehen überhaupt führen kann. Und weil ich am ersten Tag keinen Kiwi zu Gesicht bekommen hab, darf ich am nächsten nochmal hin.
Im Hostel stehen erst mal zwei desinteressierte Zwergponies auf der Wiese während ich mir dachte, dass hier gleich ein paar Hobbits tanzend ankommen müssten. Dann laufen da noch Hühner rum und ein Hund… Und der Schlafsaal hat drei sehr bequeme Betten, sonst sind 6 oder 8 der Standard in Hostels.
Neben dem Hostel gibt es noch die Abbey Caves, drei Hütten mit Glühwürmchen. Die lassen alle späteren „Glowworm Caves“ erblassen, bei denen man dann vielleicht drei leuchtende Viecher sieht. In den Caves ist alles voll mit den Viechern. Anders als unsere Glühwürmchen sind sie stationär und leuchten, um mit klebrigen Fangfäden Insekten zu fangen.
Als Stadt ist Whangarei eher uninteressant, ich lande (Gruß an die antideutschen Freunde) natürlich im israelischen Café (sowas gibts da wirklich) und schaue mir sonst noch die Wasserfälle und natürlich Kauris an. Muss ja sein.
Nach zwei Tagen ist auch mal gut und es geht weiter nach Piha. Das ist im Wesentlichen ein Strandort, da ist das Wetter allerdings nicht soo toll und dementsprechend interessant ist es. Die Nacht verbringe ich mit zwei anderen an einer ehemaligen Radarstation, klar illegal campend, aber dem Ranger scheint es egal zu sein.

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